Collagen und Assemblagen von Arthur Slenk

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Wann
25 Mrz - 17 Sep 2023
Stadt
Kampen

Seltsame Sammlungen, die Arthur Slenk in faszinierende Bilder zerlegt. Mit seinen Collagen und Assemblagen bringt Slenk den Betrachter dazu, anders zu sehen und zu denken. Eine Ausstellung von Arthur Slenk ist noch bis zum 17. September im Stedelijk Museum Kampen zu bewundern.

Foto G.J. van Rooij

Arthur Slenk (Amsterdam, 1941) ist immer auf der Suche nach alten Papierdokumenten. Er findet sie überall. Auf einer Auktion, einem Trödelmarkt oder baumelnd in einem Hotelzimmer. Das können Anzeigen aus 70 Jahre alten Zeitungen sein, aber auch eine Schachtel mit Fotoecken oder das Notizbuch eines Zimmermanns, der seine Berechnungen notiert und mit schematischen Zeichnungen illustriert hat. Manuskripte aus Zahlen, Buchstaben, Ausrufezeichen und Punkten beflügeln Slenks Fantasie.

Wann

  • Jeden Mittwoch: - Uhr
  • Jeden Donnerstag: - Uhr
  • Jeden Freitag: - Uhr
  • Jeden Samstag: - Uhr
  • Jeden Sonntag: - Uhr

Ort

Städtisches Museum Kampen

Mit chirurgischer Präzision schneidet er sie aus und ordnet sie in Stapeln von winzigen Quadraten und Rechtecken von etwa einem halben Quadratzentimeter, manchmal sogar noch kleiner. Die b's gehören zu den b's, die Striche zu den Strichen und die Fragezeichen zu den Fragezeichen.

Wenn das ganze Dokument anatomisch zerlegt ist, sind die Bausteine bereit, zu einem neuen Ganzen zusammengefügt zu werden. Slenk weiß nie im Voraus, was es werden wird. Es ist, als ob er eine Maschine auseinandergenommen hat und sie nun wieder zusammensetzen muss, aber nach einer anderen Anleitung. Eine, die erst noch erdacht werden muss und sich beim Schieben und Einfügen ergibt. Das Endergebnis ist poetisch, eine Collage, die in das Universum von Arthur Slenk passt. Es ist das Werk eines Mönchs, das der befreundete Journalist und Schriftsteller H.J.H. Hofland einmal als "kontrollierte Besessenheit" bezeichnet hat.

So ist auch Slenks Lebenswerk Partituur entstanden. Im Jahr 1990 fand der Künstler zwei Schachteln mit beschriebenem Notenpapier. Es wurde zwischen 1872 und 1941 von einem Amateurorchester verwendet. Arthur Slenk schenkte ihm ein zweites Leben und verwandelte es in 140 Collagen, an denen er sieben Jahre lang arbeitete. Es wurde 2006 in Buchform veröffentlicht und ist seitdem ein begehrtes Sammlerstück geworden. Ich könnte das jetzt nicht mehr machen", sagt Slenk. Ich musste mehrmals zum Optiker, um eine immer stärkere Brille zu bekommen.