Das Stedelijk Museum Zutphen zeigt als erstes NL Museum Rembrandt Radierungen

Radierungen von Rembrandt erblicken nach hundert Jahren zum ersten Mal das Licht der Welt

Wann
21. Mär - 14. Jun
Stadt
Zutphen

Ab dem 21. März sind im Stedelijk Museum Zutphen über siebzig Radierungen von Rembrandt zu sehen. Die Radierungen haben seit über hundert Jahren nicht mehr das Licht der Welt erblickt und sind in ausgezeichnetem Zustand. Die Eigentümerin und Sammlerin der Radierungen, Charlotte Meyer, hat das Stedelijk Museum Zutphen als erstes Museum in den Niederlanden ausgewählt, um die Radierungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Neben den Radierungen von Rembrandt werden Radierungen von Vorläufern, Zeitgenossen und Nachahmern aus der Sammlung von Charlotte Meyer gezeigt. Auf diese Weise werden die Radierungen Rembrandts in ihrem Kontext präsentiert.

Vergessener Schatz
Der Gründer dieser außergewöhnlichen Sammlung ist der Großvater von Charlotte Meyer. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sammelte er mehrere schöne Radierungen, die zu dieser Zeit keine begehrten Sammlerstücke waren. Als Kunstkenner gelang es ihm daher, wichtige Drucke für seine Sammlung zu sehr günstigen Preisen zu erwerben. Die Objekte blieben sicher aufbewahrt und gerieten in Vergessenheit. Nach dem Tod ihrer Mutter erbte Charlotte Meyer die Kunstsammlung ihres Großvaters. Im Jahr 2020 wurden die Rembrandt-Grafiken schließlich im Dunkel eines Tresors entdeckt.

Vom Dunkel zum Licht
Charlotte Meyer ließ die Radierungen vom Museum Rembrandthuis in Amsterdam untersuchen. Erst da wurde ihr klar, wie besonders dieser Fund ist. Heute widmet sie sich mit großer Hingabe der Erforschung und Erweiterung dieser Sammlung. Sie macht die Radierungen von Rembrandt zum ersten Mal seit hundert Jahren der niederländischen Öffentlichkeit zugänglich. Meyer sammelt auch Radierungen von Vorläufern, Zeitgenossen und Nachfolgern des Meisters und stellt das Werk Rembrandts in einen Kontext. Dies macht die Ausstellung einzigartig. Schließlich werden auch besondere Radierungen aus der Sammlung des Stedelijk Museum Zutphen und des Museum Henriette Polak in die Ausstellung aufgenommen.

Wann

21. Mär - 14. Jun 2026
  • Jeden Dienstag: - Uhr
  • Jeden Mittwoch: - Uhr
  • Jeden Donnerstag: - Uhr
  • Jeden Freitag: - Uhr
  • Jeden Samstag: - Uhr
  • Jeden Sonntag: - Uhr

Ort

’s Gravenhof 4

  • Adresse ’s Gravenhof 4, 7201 DN Zutphen
    7201 DN Zutphen

Multisensorische Präsentation
Die Ausstellung beleuchtet wichtige Themen aus Rembrandts Leben, wie seine frühen Jahre, seine Blüte- und Trauerzeit und sein Leben in Armut. Interaktive Elemente ermöglichen es den Besuchern, die Technik der Radierung selbst zu erleben. Geruchselemente bieten dem Publikum eine multisensorische Erfahrung, die es jedem ermöglicht, in das Amsterdam des 17. Jahrhunderts einzutauchen. Die Ausstellung wird durch weitere Sammlungsstücke von Meyer, dem Stedelijk Museum Zutphen und dem Museum Henriette Polak ergänzt.

Randprogramm
Im Rahmen der Ausstellung hält die Eigentümerin der Sammlung, Charlotte Meyer, einen Vortrag (3. Mai) und zwei Führungen (29. März und 17. Mai), bei denen sie u. a. über Rembrandts Symbolik sprechen wird. Beim Workshop Tetra-Ätzen, vom Trinkkarton zur Druckkunst von Amely Toevank (12. April) kann jeder seine eigene "Trockennadel"-Radierung herstellen. Im Museumsgarten findet am 30. April der Kinderworkshop Draw your selfie statt. Kinder im Alter von 6-12 Jahren können wie einst Rembrandt an einem Selbstporträt arbeiten. Tracking-Karten sind in den Ausstellungssälen erhältlich.

Kollaborative Projekte
Im Stedelijk Museum Zutphen und in der Bibliothek BIJ startete Ende Januar das interkulturelle Erzählprojekt Verhaal verlicht. Einwohner von Zutphen aus allen Teilen der Welt wurden eingeladen, eine Lebensgeschichte zu schreiben. Die Geschichten werden in einer Broschüre zusammengefasst und sind ab dem 26. März in der Bibliothek zu sehen und zu hören. Die Radierungen aus der Ausstellung Rembrandt, vom Dunkel zum Licht waren eine Inspirationsquelle.

Mit dieser Ausstellung setzt das Stedelijk Museum Zutphen seine Zusammenarbeit mit Aventus Zutphen fort. Studenten der Studiengänge Modedesign und Modeschneider lassen Elemente aus den Radierungen in ihre Modedesigns einfließen. Mediendesign-Studenten lassen sich von Rembrandts Selbstporträts und Hell-Dunkel-Effekten beim Fotostyling inspirieren.

Rembrandt, von der Dunkelheit zum Licht wurde dank der Unterstützung des Kulturfonds, des Mondriaan-Fonds und der Gemeinde Zutphen realisiert.

Die Ausstellung Rembrandt, vom Dunkel zum Licht ist vom 21. März bis zum 14. Juni im Stedelijk Museum Zutphen zu sehen.

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