Veranstaltung
Ausstellung Marc Chagall - Der Farbenpoet
- Wann
- 6. Jul 2025 - 21. Jun 2026
- Stadt
- Doesburg
Die Ausstellung von Marc Chagall konzentriert sich auf seine Themen: von der Mutterschaft über die Frau im Allgemeinen bis hin zu den Sirenen im Besonderen. Seine Kunstwerke zeichnen sich durch einen freien, fantasievollen und traumhaften Ausdruck aus. Chagall kann mit Recht als der größte Farbpoet aller Zeiten bezeichnet werden.
Zu sehen vom 6. Juli 2025 bis 21. Juni 2026
Marc Chagall (1887-1985) wurde als Moic Zakharovitch Chagalov in Witebsk, Weißrussland, geboren, verbrachte aber den größten Teil seines Lebens in Frankreich. Sein Werk war viel farbenfroher als das anderer jüdischer Künstler wie Jacques Lipchitz und Chaïm Soutine. Chagalls Kunstwerke zeichnen sich durch einen freien, fantasievollen und traumhaften Ausdruck aus. Für seine Kreationen verwendete er eine Vielzahl von Materialien und Techniken. Sein Oeuvre umfasst Zeichnungen, Gemälde, Grafiken, Keramiken, Mosaike und Glasmalereien. In seinem Werk suchte er eher die Offenbarung des inneren Impulses als den bewussten methodischen Einsatz von Farbe und/oder Form. Chagall kann als der größte Farbpoet aller Zeiten bezeichnet werden. Die Ausstellung dreht sich hauptsächlich um die Themen Chagalls.
Wann
- Jeden Dienstag: - Uhr
- Jeden Mittwoch: - Uhr
- Jeden Donnerstag: - Uhr
- Jeden Freitag: - Uhr
- Jeden Samstag: - Uhr
- Jeden Sonntag: - Uhr
Ort
Lalique-Museum Doesburg
-
Adresse
Gasthuisstraat 1
6981 CP Doesburg - Telefon +31031347141
- E-Mail info@laliquemuseum.nl
- Webseite www.laliquemuseum.nl/
- Webseite www.laliquemuseum.nl/nu-te-zien/tentoonstelling-marc-chagall/
Von seiner Mutter zu seinen Frauen
Wie viele Männer hatte auch Chagall ein sehr enges Verhältnis zu seiner Mutter. Mutterschaft ist daher ein wiederkehrendes Thema für ihn. Er verehrte seine Mutter, deren Name Feita Ita war. Er war voller Hingabe und idealisierte die Frauen im Allgemeinen und seine Mutter im Besonderen. Auch in seinen "eigenen" Frauen suchte er eine Art Mutterfigur. Mit 21 Jahren lernt er Bella Rosenfeld kennen, seine Muse. Seine Mutter stirbt vierzehn Tage vor der Hochzeit von Marc und Bella.
Das fällt ihm sehr schwer und er schreibt: "Ich habe immer ein schweres Gefühl im Herzen, sei es vom Schlaf oder von einer plötzlichen Erinnerung an ihren Sterbetag, wenn ich ihr Grab besuche, das Grab meiner Mutter. Hier ist meine Seele, hier sind meine Bilder, meine Ursprünge. Ein Meer von Leiden, die ersten grauen Haare, Augen, eine Stadt der Tränen". Er ist sehr traurig und trauernd, aber gleichzeitig so glücklich mit Bella.
Von seinen Frauen zu Sirenes
Die Ehe wird fortgesetzt und sie bekommen eine Tochter Ida. Im Jahr 1941 fliehen sie nach New York, wo Bella 1944 stirbt. Im Jahr 1948 kehrt er nach Frankreich zurück. Kurz nach Bellas Tod hatte Chagall die Künstlerin Virginia Haggard kennengelernt.
Zusammen mit Virginia und ihrem kleinen Sohn David zieht Chagall 1950 nach Saint-Paul-de-Vence, einem malerischen Dorf an der französischen Riviera. Um 1952 endete die Beziehung zu Virginia und Chagall lernte die ebenfalls jüdisch-russische Valentina "Vava" Brodsky kennen, mit der er eine Hochzeitsreise nach Rom und Griechenland unternahm.
Das klassische Erbe inspirierte Chagall zu dem Bildmotiv der Sirene, der schönen Nymphe oder Meerjungfrau, die eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Männer ausübt. Für ihn waren sie die Verbindung zwischen Himmel und Erde und der Welt des Wassers und geheimnisvolle, schwer fassbare Frauen, die er in seinen Lithografieserien gerne darstellte.
Die Bibel in seinem Werk
Chagall schuf auch eine Reihe von Lithografien zu biblischen Geschichten, von Jesaja und Jeremia bis zu Rut und Mose. Außerdem fertigte er für die Hadassah Medical Relief Association 12 Fenster mit den 12 Stämmen Israels an. Sie stellen die Segenssprüche Jakobs an seine 12 Söhne dar.
Jüdisches Komma
Seine Herkunft macht Chagalls Wahl einer Künstlerkarriere zu etwas Besonderem. Die arme Familie, aus der er stammte, gehörte dem Chassidismus an, einer ultra-orthodoxen Richtung im Judentum. Das Ausstellen von Menschen war nicht erwünscht. Chagall beschreibt in seiner Biografie von 1922, dass er bis 1906 noch nie ein Gemälde oder eine Zeichnung gesehen hatte. 1910 erhielt er ein Stipendium für ein Studium in Paris, wo er die inspirierenden Werke von Cézanne, Monet, Manet, Seurat, Renoir, Van Gogh und Matisse kennenlernte. Im Laufe seines Lebens musste er selbst viele Male fliehen. Das hat ihn zu einem Weltbürger gemacht. Sein langes Leben und seine Wanderschaft von St. Petersburg, Paris, New York, London bis Amsterdam machten ihn zu einem der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Er war mit Vava verheiratet und bis zu seinem Tod 1985 als Künstler tätig.
